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Die Gutter Handfeste vom 12. April 1495
am sontag palmary nach cristi geburth Tausent vierhundert
unnd vünff und neunzigsten jar.

und die Symony von Gutten Hantfeste vom 29. Juni 1495
"zu Johannispurgk am dinstag nach Petri und Pauli der
heyligenn Apostelenn, nach christi geburth thausend
vierhundert und ym vünff und neunzigsten
Jare"

 

Die Gutter Handfeste
vom 12. April 1495
an Nicolay Guttenn

"Gutten J" bei Johannisburg
 

Ostpr. Fol. 125 Bl. 352 R S. 8 Guttener Verschreibung
S. 10 Gutter Kaufbrief

Hausbuch des Amtes (Johannisburg)

Blatt 1

Gutter Handfeste ub 21 Hubenn

Wir Brüder Heronimy von Gebesattell Obrister Trappier und / 
Comptur zur Balga des Ordens der Brüder des Hospitals Santa / 
Maria des teutschen Hauses von Jerusalem thun kunt unnd / 
Bekennen allenn unnd irtzlichenn dy diesen unserenn offenn Brieff / 
sehenn horrenn oder lesenn, das wir von Verhankniss wissenn unnd / 
wollenn des gar Erwirdigenn Hernn Hernn Joann von Thiffenn / 
Unseres Hoemeisters, unnd mit wissenn unnd wollenn unserer / 
eldistenn Brüder zur Balga, gebenn verleyenn, gehgeben vorlegen / 
unnd verschriebenn habenn unserenn lieben getrauenn Nicolay 
Guttenn, ym seynenn rechten erben unnd nachkommlingen 21 / 
Hubenn Wiltnis bynnen sollichen grenitzen und Raynen / 
als nemlich, Dy erste grentze anzuhebenn an Rakouen Brüke
bey der Kessler wannth bys an yre Habt grennitze, forth ann bis / 
an das Fliß pissowoda bey der grennitze Maroslaw, unnd / 
forth von dem Fliss Pissowodda bis wider zu der Rakoffer Brüke / 
an acker, wesenn, weyden, waldenn. puschenn, brüchernn unnd / 
Streucherenn, im gebit Johanspurgk frey erblich unnd ewiglich / 
zu Magdeburgischen Rechten zu besitzen, vonn sunderlicher
begnadigung verleyen wir Ihm seynen Erbenn unnd nachkom- / 
lingen 30 Beuthen*  zumachen bynnen selbigen Hubenn / 
grennitzenn auch von sunderlicher Begnadung verleye wir Ihm / 
dy gerichte beyde kleyn unnd gros alleyn ober Yre leuthe / 
unnd bynnen der 21 Huben grennitzen, Strassen gericht / 
ausgenommen, das wir unsers ordens Herlichkeit zu richten /

* wilde Bienenstöcke

Auf dieser Karte ist Gutten J - heute Stare Guty = Alt Gutten - knapp unterhalb der Straße 58 zu erkennen.
Simken - Schimken, heute Szymki -

Gutter Handfeste
von Palmarum 12. April 1495
an Nicolay Guttenn

Blatt 2

 

 

behaldenn wollen auch ob dy 21 Hubenn hirnachmals / wurden gemessenn unnd weniger gefunden was dan /
dar an gebroch sein würde soll unser Orden nicht verpflicht /

sein zu erfullenn, Umb welcher begnadigung soll der / mehrgedachte Nicolay Gutten er seyne rechte erben unnd nachkomm- /
linge uns unnd unsern orden verpflicht seyn zu thun /  eynen Redlichen unnd tuchtigenn Dinst myt Hengst unnd harnis /
nach dieses Landes gewonheyt, zu allenn geschreyenn Herfartenn /
Landwerenn unnd Reissen, Neue Hausen zu bawenn alde zu Brechenn unnd zu bessernn, wann wy dike unnd wo  hin /

sy von uns odder unsers ordens brüdernn werden geheissen /
auch so sollenn sy uns unnd unseren orden Jar jarlichenn /
Martiny des heyligenn bischovs tag verpflicht seyen zu / gebenn von itzlichen pfluge odder morgen eynen scheffel weizen /
unnd eynen scheffel Rokenn auff unser Hauss Johannispurgk /
darzu eyn Crompfundt wachs unnd eynen kölnischen pfen-
nik oder an das sthadt 5 preussische pfennige zu bekentnis /
der Herschaft, des zu ewiger Sicherheyt habenn wir unsers /
ampts insigell unden an diesen brieff lassen hangen der / geben ist auf unseres ordens Hauss Balga am heyligen / sontag palmary nach cristi geburth Tausent vierhundert / unnd vünff und neunzigsten jar.

Es gibt auch noch eine zweite Handfeste von 1495,

die Symony von Gutten Hantfeste vom 29. Juni 1495

"zu Johannispurgk am dinstag nach Petri und Pauli der
heyligenn Apostelenn, nach christi geburth thausend
vierhundert und ym vünff und neunzigsten Jare"

die "Symony von Gutten Hantfeste"

an Symonn Moelknecht von Johannispurgk,
alias Simon Blumenstein, als Ordensbeamter und Vertreter des Mühlenregals ist er gleichzeitig Mitglied (Schöffe) des Johannisburger Landgerichts.

"unseres ordens getrawen dienern ……… unnd "Brosian moelknecht" (die Brüder Simon und Valentin Blumenstein ) sind Mit-Besitzer des "Alt Gutten/Bolkony der Verschreibung von 1485.

Wir Bruder Jerominuy vcon Gebesattel Obrister Thra-
pier unnd Comptur zur Balga des Ordens der Brüder

des Hospitals Santa maria des teutschen Hausses von Je-
rusalem, Thun Kundt unnd bekennen allenn unnd
Istlichenn die diesenn unserenn offenenn brieff sehen horrenn unnd
Lesenn, das vor uns ist erschienen unsers ordens lieb
Unnd getreuer Symonn Moelknecht von Johannispurgk
thuen underrichtenn, wy das er etzliche Gütter von Jur-
surf gekoffet ober welche gütter uns zwen Hantfestenn
vorbracht, fleyssiglich angelangk, unnd gebttenn ym
dieselbigenn Gütter in eynen Brieff wolden verschreibenn
ausgenommen das getreyde welches er den von den güt-
tern pflichtik war zu gebenn mochte frey Zins
Uns widerumb unnd eynenn pfleger zu Johannispurgk
vor sollich getreide, vier Fischer welche ym unnd seynenn
Erben von unserenn ordenn uff den Sehenn unnd
Flischernn zu Johannispurgk warenn verschreiben

Wolde aber gebenn unnd einrhaumen, angezohenn sein
fleißige bett unnd getreue dinste dy er unserenn ordenn
hatt gewenn unnd yn zukommenden Zeytenn verpflich-
tett seyen zu thuenn, vorleyenn vorschreibenn unnd
gebenn vorlegenn vorschreybenn unnd gegebenn habenn
Mit rath wissennunnd willenn des gar erwirdigenn
Mannes und Herrn, Herrn Johan von Tieffenn unseres
Hoemeisters, Uns mit wissenn unnd willenn des
Ersamenn Herrn Georgen von Kolbitz Pfleger zu Johannspurgk
Unnd auch der eldesten Brüder zur Balga, den ge-
melten Simon moelknecht seinen erbenn unnd nachkom-
lingen, nach laut unnd insweysung seiner verschreibung
Zwanzigk huben zu Gutten gelege
n unnd 15 hubenn
gelegen zu Kludenn unnd die alle gelegen sein binnen
solchenn grennitzen anzuheben zu Scheffenstock, dy ander
bis zu Rakowen, von Rakowen bys Heynntsynn
dy vierte bis zu geler Grentzen, darnach bis an
Skoder grentzen, von Skodenn bis zu Kuklenn, von
Kuklenn bys zu Thressken grenitzen, an raynen
Wy von alders von unseres ordens brüdernn sein beweiset
an aker, wesenn, weydem, waldenn, puschen, Brüchern
unnd strauchernn, den zu 6 moregn wesenn bey den
gelischen fliss Kagen Heynthin obergelegenn, darzu auch rechte
Wesen mit Schwimenke Lunke und wolurs werder unnd
myt der kleins pissawoda, unnd ann merten fischers
Wesen begrenst im Gbit Johannispurgk frey erblich
Eweiglich zu Magdeburgischen Recht unnd zu beydenn
Konnets zu besitzenn, auch von Sunderlicher Gunst unnd
begnadung erlauben unnd gonnen dem gemelten Simon
Moelknecht, seynenn rechtenn Erbenn unnd nachkomelingen
bynnen der zweer gutter grentzen bewohnen zumachen
doch das unser bewohner der halben unbeschadigt bleyben
unnd unverhindert,
darzu verleyhe wir im auch
Unnd seinen Erbenn, Zyns freys Weher* zu seinenn
nutz auffen Johannispurgkschen Flis morgenn Haldenn
Under unseren wallenn, welche wir oder ein Pfleger ge-
brauche3n auch von Sonderlicher begnadung verleyhe

wir im seynen Rechten Erbenn unnd nachkomelingen
dy gerichte beyde gross unnd klein bynnen den
gemeltenn guttern grennitzen alleyne uber yre leuthe
Strassen gericht ausgenommen, das wir unsers ordens
Herlichkeit zu Richten behaldenn. Umb welcher unser
Begnadigung soll der geldte Symon moelknecht seyne
Erbenn unnd nachkomelingen Uns unnd unserenn
Orden verpflicht sein zu thun zween tüchtige dinst
mit Hengst unnd Harnisch nach dieses Lands gewonheit
Zu allenn geschreyen, Herfahrten. Landwerenn unnd
Reyssenn, wann wy dike unnd wohynn sy von un-
sers Ordens Brüdern werdenn geheyssenn, darzu
Sollenn sy Ja jarlichen auff martini des heyligen
Bischofs tage von itzlichen Dinste unserem Haus
Johannispurgk verpflicht sein zu gebenn Zyns, ein

Krompfunth Wachs unnd eynenn Kolnischen pfennig
zu bekenntnis der Herschaft, oder an der stadt vünf
preuschist pfennige, War ist auch zache das dy
Gemelten Hubenn hirnachmals werdenn gemessenn
unnd weniger oder mehr gefundenn, Soll unsser orden
nicht verpflicht sein zu yrfüllenn, Sünder was an der
Obermass würde gefunden, soll Symohn unnd seyne
Erbenn vor sich behalden, genissenn unnd dy
Gutter gebrauchen, um alle verhyndernisse, wy man
myt menschen list erdenken mocht, des zu Ewiger
Sicherheit unnd für deren bekenntnis der warheit habenn
Wir Unsers ampts Insygell unden an diezen briev
lassen hangenn, der geben ist auff unsers ordens Hauss
zu Johannisprgk am dinstag nach petri und pauli der
heyligen Apostelenn, nach christi geburth thausend
vierhundert und vünff und neuenzigsten
Jare.

*Stau-Wehr

Gutter Kaufbrief von 1525

Die Gutter Handfeste wurde etwa 1630 abgeschrieben. In der gleichen Schrift gibt es die Abschrift eines Kaufbriefes, die auf einen Kauf eines Ortes Waldes hinweist, den die Gutter Freien 1525 getätigt hatten. Hier kauften die Gutter vom Amtshauptmann des Amtes Johannisburg, Friedrich Herrn zu Heydeck einen Ort Waldes für 28 Mark polnische Münze, und das sogar schon auf Ratenzahlung. Später stellte sich heruaus, dass dieser Ort Waldes 10 Huben groß war, also etwa 170 ha.

Gutter Kaufbrief

Zu wissen sey allen und Jegliches Dieses Briefs
ansichtigen, dass ich, Friedrich Herr zu Heydeck an
den bescheidenen Borucha, Marek, Pawel, Jurga, Jan,
Joseph und Nicolay Gebrüder
alle zu Gutten
wohnenden, einenort Waldes und Heye an den
Grenzen gelegen rechts und redlichs Kaufs ver-
kauft habe

 




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