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1486

Im Jahre 1486 vergab Komtur Erasmus von Reitzenstein 41 Hufen zu Magdeburger Recht im Rosinsken am Borowy-See an "unsers Ordens getreuen Diener George Mussick, Pioter Krueger und Brozian (Brüder) Moelknecht …… 41 Huben im Rossinsken anzuheben von dem Ende des Barben sehs (Gutter See = Jeziore Borowe) mit den Gerichten groß und klein bei einem Dienst und den sonst üblichen Leistungen."

(Ostpr. Fol. 125 Bl. 398 R) 

Auf diese Weise entstand - in der "großen Wiltnis" - "Alt-Gutten" im Kirchspiel Rosinsko, das zuvor auch unter dem Namen Boskouy * in Sudauen bzw. Galinden zu finden war.

*In der Handfeste für Dibowen 1514 wird es als Boßker erwähnt

1538 erneuerte Herzog Albrecht das Hauptprivileg - Ostpr.Folio125, Bl. 290

Kurz darauf entstand ein weiteres Gutten, das heutige Stare Guty nahe bei Johannisburg.
Dies geschah 1495 mit der Verleihung der Handfeste durch Komtur Hieronymus von Gebsattel an Nicolay Guttenn - den Vater der unten genannten 4 Söhne - Nicolay erhielt 21 Hufen "Wiltnis" zu Magdeburger Recht. 

Im Laufe des Krieges mit Polen in den Jahren 1519/1520 zwischen dem ehemaligen Ordensland unter Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach muss das ganze Gebiet wieder "wüst gefallen" sein. 

Die Handfeste von 1486 siehe hier


1538

"Der von Gutten Handfeste beym Borowenn" v. 26.02.1538

1538 erneuerte Herzog Albrecht* das Hauptprivileg. - s.u.

(* 17. Mai 1490 in Ansbach; † 20. März 1568 auf der Burg Tapiau im Herzogtum Preußen)
aus der fränkischen Linie der Hohenzollern war seit 1511 Hochmeister des Deutschen Ordens.
Er trat 1525 zur Reformation über und verwandelte den Ordensstaat in das Herzogtum Preußen,
das er bis zu seinem Tod als Herzog regierte

Quelle: GSTA PK - XX EM 57d 151
Ostpr.Fol. 125, Blatt 290

Quelle: GSTA PK - XX EM 57d 151
Ostpr.Fol. 125, Blatt 290
Lit: A:                                                                2
Vgl. Handfestenbuch B. 28. Bl. 8 & 9

Von Gottes Gnaden Wier Albrecht Marggraf
zu Brandenburg, Zu Preüßen Zu Stettin, Pommern
der Caßuben (Kaschuben) und Wenden Herrzog Burggraf
Zu Nürnberg, und Fürst Zu Rügen cc:                   Bekennen
und thun kund offentlichen Von jedermän=
niglichen dieses Briefs ansichtigen, und
den es Zu wißen Von Nöthen, das uns un=
serr Lieben Getreue, Matzeÿ, pavel und Jan,
Weÿlimich des Stenzels, des gleichen Marcin, Jann,
Pavel und Bartek des Nicolaien
nachgelaßene
Söhne
eine alte Handfeste, welche Ihnen Inn Erd(r)-
reich im nechst Vergangenen Kriege ganz    

                           Markgraf Albrecht ließ sich 1520 auf einen Krieg mit Polen ein,
                           der aber nach einem Jahr unglücklich für ihn ausging

Verdorben Vortragen und wißen Geben
Laßen, Mit angehef(s)ter drinstlicher Bitte,
wir wolten Ihnen eine andere Ver=
schreibung gleiches inhalts, sich derselben
Zu Ihrer nothdurft Zu gebrauchen gnädiglich
geben; Alß Haben wir Ihre unterthänige
Zimliche Bitt und gesuch angesehen, und Ihnen
eine Neue Handfeste Verfertigen Zu Laßen
Zugesaget.  Verschrieben, Verliehen, und
erneüren deswegen Hiermit Von uns un=
sere Erben, erbnehmer, und nach Kommen
Zu Kraft und macht dieses unseres Briefes,
ehrgemelden Unseren Lieben getreuen,
Matzeÿ, Paulen und Jan, des Stenzels
sambt Marczin, Jan, Paulen und Bartek

2

des Nicolaien nachgelaßenen Söhnen, Ihnen
Ihren Rechten Erben, und nach Kömlinge
41 Huben Im Rosinschen anzu Heben, und
dem Ende Barbes Sees, bis an die
Grenzen da die im Rosinschen sein ge=
stoßen, an ander wiesen Weiher welche
püscheren Brüchern und Streücher in Unseren

acker, wesenn, weyden, waldenn. puschenn, brüchernn unnd Streucherenn
lt. Gutter (J) Handfeste v. 12.04.1495

gezü?? JohannsBurg grenzen freÿ Erb-
lich und Ewiglichen Zu Magdeburgischen
Rechten Zu Besizen, Von sonderlichs gnade
Verleihen wir Ihnen freÿe Fischereÿ Im
Barben See mit Leinen Gezeüg, alhir
Zu Ihrem tisch, und nicht Zu Verkaufen,
Verleihen ihr auch die Gericht Beÿde
Groß und Klein, alhir über Ihre Leuthe
und Binnen der selbigen Huben Grenzen,
Straßen Gerichte, Jagd, Waltwerk, Wietwerk
Ertzt, Halß, und Hand, ausgenommen, das
war Unsre Herrligkeit Vorbe=
Halten, umb welcher Begnadigung willen
sollen Uns Unseren Erben, Erbenhern
und nach Kommen gedachte Unser lieben
Getreun, Matzey, pavel und Jan des
Stenzels nicht weniger Marczin, Jan
Paul und Bartek des Nicolaien nach=
gelaßnen Söhne sambt Ihren rechten

3

erben und nach Kömlingen Ihrerseihtet
sein Zu thun, einen redtlichen und tüchtigen
dienst mit Hengst und Harnisch nach dieses
Landes Gewohnheit Zu allen geschreyen,
Landtwehren, und Raÿsen, Ihre Haüser
Zu Bauen, alte Zu Beßern, und Zu Brechen,
wenn wir ihrer, und wohin sie Von Uns
werden Gehipfen, uns sollen Sie aus aus diesem
Unseren Erben Ernehmern, und nach nach Kommen
werden geheischen, und Sie aus diesem
Erben Eerbnehmern, und nach Kommen alle
Jisen Jährlichen auf Martini ein Crompfund
Wachß und einen Cöllmischen pfennig Zu
Urkund und Bekentnüs der Herrschaft,
daneben alle Jahr, und ein jedes Gbmber
Von etzlichen pflugen oder Moryn einen pfele
Schritz… und einen pfr: Kolen Zu pflug ……
zu geben und Zu einhärlig schuldig und Ver=
bunden seÿn, alles getreulich und ohn
ge…wde , Zu Uhrkund haben wir unser
Ins…igre an diesem Brief wißentlich
Hange Laßen, Geben Zu Johannisburg
d 26 februarÿ Anno 1538./.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jatwinger

http://pl.wikipedia.org/wiki/Jaćwingowie

Die Jatwinger (auch Jadwinger, Jotwinger/jotvingiai, Sudauer/sudūviai, Jatwägen, Pollexaner) waren ein westbaltischer, mit den Prussen eng verwandter Stamm im historischen Gebiet Sudauen / (prussisch sudawa, sudowia ‚sumpfiger Ort‘, daher auch Sudauer), heute geteilt zwischen PolenLitauen und Weißrussland.

Der später masurische Teil des Territoriums der Jatwinger wurde vom Deutschritterorden als letztes prußisches Stammesgebiet im 13. Jahrhundert erobert. Die jatwingische Sprache war dem Altpreußischen ähnlich.Ab dem Jahr 700 kam es zu Kämpfen zwischen den Sudauern und ihren slawischen Nachbarn. Mal waren die einen, dann die anderen die Angreifer.

1260 erhoben sich die Litauer gegen den Deutschen Orden, der durch das polnische Teilherzogtum Masowien zur Niederwerfung der prussischen Widersacher in die Region geholt worden war. Die Sudauer unterstützten den Aufstand und fielen tief in Ordensland ein. 1277 wandte sich der Orden gegen die Sudauer, die nun ihrerseits weitere erfolgreiche Raubzüge in das Ordensland unternahmen. Ein angreifendes Sudauerheer wurde vernichtet. 1281 bekämpfte der Orden mit seiner gesamten militärischen Macht den Sudauerfürsten Skomand. Dieser musste 1283 kapitulieren und trat zum christlichen Glauben über. Ein Teil der Sudauer wurde vertrieben, 1.600 von ihnen in den „Sudauerwinkel“ des Samlandes umgesiedelt. Dieser Teil des Samlands hieß bis 1945 Sudauerwinkel, obwohl die ehemaligen Sudauer zu dieser Zeit längst assimiliert waren. Skomand und seine Nachfahren bekamen Land übereignet und gehörten fortan zum hohen preußischen Adel. Ein Teil der Sudauer verblieb auf ihrer Scholle.

vor 1498, 

noch zu Zeiten der prussischen Stämme der Galinder und Sudauer / Jatwinger, hatte Alt-Gutten im Rosinschen, heute Guty Rożyńskie den Namen Boskony oder Boßker.

Galinden war ein Gau der Prußen in Ostpreußen, heute auf dem Gebiet der Republik Polen. Es lag südlich von Pogesanien, östlich von Sassen (die Grenze verlief etwa am Fluss Omulef), westlich von Sudauen und nördlich vom polnischen Masowien (die Grenze verlief etwa am Fluss Narew).

Obwohl das Gebiet durch undurchdringliche Urwälder und Sümpfe gekennzeichnet war, betrieben die Sudauer Landwirtschaft. Der Chronist Ipatius war verwundert, dass das große Heer des Daniel aus Wolhynien mitsamt den Pferden mit den Vorräten von nur zwei eroberten Dörfern auskamen und den Rest noch verbrennen konnten. Ebenfalls berichtet er von der Jagd und dem Tauschhandel mit Wachs und Fellen. In der Hungersnot von 1279 haben die Sudauer den Fürsten Vladimir Halitscho um Roggen gebeten, und boten im Tausch Wachs, Eichhörnchen, Biber, schwarze Marder und Silber. Nach der Unterwerfung durch den Ritterorden verwandelte sich das Land in Heideflächen, Wälder und Wüsteneien, wobei der Orden stets darauf achtete, dass die an Litauen grenzenden Wälder undurchdringlich blieben. Dabei wurden weiterhin die typisch prußischen "Verhaue" aus dornigem Gestrüpp und Baumstämmen genutzt. Dieses trennende, nur äußerst schwach besiedelte Waldmassiv wurde mit einem "Meer" zwischen dem Orden und dem Großfürstentum Litauen verglichen. Sudauische Schanzen und Wehranlagen sind im Powiat Ełk bei Lega (Leegen), Chełchy (Chelchen, 1938–45 Kelchendorf), Szeligi (Seliggen), Krzywe (Rundfließ) und Wierzbowo (Waldwerder) nachgewiesen. Zudem gibt es am Skomętno Jezioro (Skomentner See) eine Skomentburg und einen Skomentberg.




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